MEDIENINFORMATION

3D-Druck macht auch das Cabriofahren angenehmer

14. Erfurter TechnologieDialog diskutiert die Chancen und Potentiale der Additiven Fertigung / Thüringen verfügt im dynamischen Technologiezweig über viele Trümpfe 

Der 3D-Druck gewinnt immer mehr Relevanz in der industriellen Fertigung. Der Grund liegt in seinen Vorteilen: Er beschleunigt die Produktionsprozesse, erlaubt die Herstellung stark individualisierter Produkte und ermöglicht es zudem, durch die Kombination von Material und Mikrochips Bauteile ‚intelligent‘ zu machen!“ Mit diesen Worten umriss Bernhard Müller, Hauptredner auf dem 14. Erfurter TechnologieDialog, am Montag, 19. November 2018, die Potentiale einer Zukunftstechnologie, die zunehmend die modernen Fabriken in den Industrieländern erobert. „3D-Druck gebündelt erleben: Additive Fertigung in Metall“ – so lautete der Titel des Vortrags von Bernhard Müller, der in Thüringen geboren wurde und seit 2008 am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) am Standort Dresden arbeitet.

Den Besuchern des TechnologieDialogs im Festsaal des Erfurter Rathauses erläuterte der Sprecher der Fraunhofer-Allianz „Generative Fertigung“ an plastischen Beispielen den Nutzen der 3D-Druck-Verfahren: So werden auf diese Art hergestellte metallische Werkzeuge ganz detailliert auf Kundenwünsche ausgerichtet; medizinische Implantate verlängern mittels integrierter Software und Sensorik deutlich ihre Verweildauer im Körper des Patienten, und ultraleichte sowie robuste Verdeckhalterungen erlauben Cabriofahrern auch bei hohen Geschwindigkeiten großen Fahrspaß. Der Redner betonte, der 3D-Druck biete deutlich mehr Chancen als Risiken. Ängste, wonach durch die neue Technologie Arbeitsplätze wegfielen oder etablierte Anwendungen verdrängt würden, seien unbegründet. In der modernen Wirtschaftsgesellschaft, die durch Entwicklungen wie „Industrie 4.0“ und „Internet of Things“ von rapidem Wandel geprägt sei, stelle die Additive Fertigung eine hochinnovative und nutzbringende Ergänzung bereits bestehender, dynamischer Technologieprozesse dar.

„Additive Verfahren sind eine Zukunftstechnologie, die ihr volles Potential erst noch entfalten wird. Thüringen hat gute Chancen, sich zu einem überregional sichtbaren Kompetenzzentrum für additive Technologien zu entwickeln“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, der die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnete. Tatsächlich verfügt der Freistaat in diesem Technologiezweig über eine Vielzahl an Potentialen: Firmen wie die 3D Schilling in Sondershausen und die Formenbau und Kunststofftechnik GmbH in Triptis sind hier erfolgreich am Markt, Forschungsinstitute wie das Fraunhofer Institut für Angewandte -Optik und Feinmechanik IOF oder das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung IFW in Jena liefern erstklassige Beiträge zur Fortentwicklung industrienaher Lösungen, und mit der TU Ilmenau und der Hochschule Schmalkalden, welche den deutschlandweit ersten Fernstudiengang zur Additiven Fertigung anbietet, gehören Thüringer Hochschulen zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen zum Thema deutschlandweit. „Erfurt ist mit der Fachmesse RapidTech zudem Jahr für Jahr ein Kristallisationspunkt für viele Vertreter der 3D-Druck-Technologie“, erläuterte Erfurts Wirtschaftsbeigeordneter Steffen Linnert in seinem Grußwort.

Die Landeshauptstadt Erfurt ist gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) und der LEG Thüringen Organisator der jährlichen Erfurter Technologiedialoge. Veranstaltet werden die Themenabende vom Forschungs- und Industriezentrum Erfurt e.V. (FIZ). Wissenschaftler und Unternehmer nutzen die Möglichkeit, sich zu aktuellen Themen auszutauschen. Ausgehend vom Hauptreferat eines renommierten Experten ermöglicht die Vortragsreihe allen Besuchern, neue Entwicklungen kennen zu lernen und darüber ins Gespräch zu kommen. Für LEG-Geschäftsführer Andreas Krey ist dieses Miteinander eine Voraussetzung für die weitere erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats: „Wenn wir das hohe Wachstums- und Innovationslevel Thüringens halten und ausbauen wollen, geht das nur gemeinsam. Der TechnologieDialog hat sich bewährt und wird auch künftig wichtige Plattform für Unternehmer und Forscher sein“, kündigte er an.

Impressionen

Erfurter TechnologieDialog

Der "Erfurter TechnologieDialog", richtet sich an Unternehmer, Wissenschaftler, Politiker und Journalisten aus Mitteldeutschland. Erklärtes Ziel der Organisatoren ist es, die Stärken der Region Erfurt sowie des Technologiedreiecks Thüringen bekannter zu machen und den Teilnehmern eine hochwertige Kommunikationsplattform zu grundlegenden Fragen unserer Gegenwart und Zukunft zu bieten. Seit 2007 legen international anerkannte Referenten aus Wissenschaft, Politik und Industrie ihre Sichtweise zu wichtigen Themen unserer Zeit dar und diskutieren diese mit den Teilnehmern.

Der "Erfurter TechnologieDialog" steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Wirtschaftsministeriums und geht zurück auf eine Initiative des Forschungs- und Industriezentrums Erfurt (F.I.Z. e. V.) in Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen) und der Stadt Erfurt. Seit 2007 verknüpft die Veranstaltungsreihe Themen von globaler Tragweite mit den technologischen Ressourcen Thüringens, insbesondere der Region Erfurt-Weimar-Jena-Ilmenau. Ziel ist es, den Blick der Teilnehmer auf herausragende technologische, gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu fokussieren, Kooperationen sowie den Austausch von Informationen zu fördern und so zur weiteren Entwicklung Erfurts und Thüringens beizutragen.

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Martina Herrmann

Forschungs- und Industriezentrum Erfurt e.V.
Haarbergstraße 67, 99097 Erfurt

Tel.: 0361 42 777 78

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